Die City 1 Group, ein inhabergeführter Projektentwickler und Bestandshalter aus Neu-Isenburg, hat in Dreieich mit dem Bau eines Wohnprojekts an der Frankfurter Straße begonnen. Der feierliche Spatenstich erfolgte im Beisein von Bürgermeister Martin Burlon, dem stellvertretenden Landrat Carsten Müller sowie weiteren Gästen. Auf dem etwa 4.200 Quadratmeter umfassenden Grundstück entstehen sechs Wohnhäuser mit insgesamt 53 Wohneinheiten, deren Konzeption eine besondere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien beinhaltet.
Bürgermeister Martin Burlon äußerte sich positiv zu dem Vorhaben und betonte dessen Beitrag zur Wohnraumversorgung der Stadt. Er wies darauf hin, dass Dreieich mit über 40.000 Einwohnern einen attraktiven Wohnstandort im Rhein-Main-Gebiet darstellt, was eine hohe Nachfrage nach Wohnraum zur Folge hat. Die Schaffung von Wohnraum für die lokale Bevölkerung oder Neuansiedlungen gelingt seiner Aussage nach durch das Zusammenwirken von öffentlicher Hand und privaten Investitionen. Die City 1 Group engagiere sich als regionales Unternehmen in Dreieich und berücksichtige die aktuellen Anforderungen an modernes Bauen und Klimaschutz.
Projektmerkmale und Nachhaltigkeitsaspekte
Die Planungsphase des Projekts erstreckte sich über zwei Jahre. Nach Erteilung der Baugenehmigung Ende 2025 wurde nun mit dem Hochbau der sechs Baukörper begonnen. Diese werden bis zu vier Geschosse umfassen und eine Bruttogeschossfläche von 7.200 Quadratmetern aufweisen. Michael Farmakis, Geschäftsführer der City 1 Group, erläuterte, dass das Projekt darauf abziele, ein neues Zuhause für etwa 50 Familien und verschiedene Single-Haushalte zu schaffen. Er hob hervor, dass die energieeffiziente Bauweise dauerhaft zu niedrigen Nebenkosten beitragen soll. Als Unternehmen mit langer Präsenz in der Rhein-Main-Region sei man sich der Attraktivität Dreieichs als Wohnstandort sowie des simultan bestehenden Bedarfs an bezahlbarem und zukunftsfähigem Wohnraum bewusst.
Alle Gebäude des Projekts sind darauf ausgelegt, den KfW-40-QNG-Standard zu erfüllen, welcher die höchste Förderstufe für klimafreundlichen Neubau in Deutschland darstellt. Dieser Standard kombiniert den Effizienzhaus-40-Energiestandard mit dem staatlichen Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Die Gebäude werden somit nachweislich weniger als 40 Prozent der Primärenergie eines vergleichbaren Referenzgebäudes verbrauchen. Das QNG-Siegel beinhaltet zudem Anforderungen an Barrierefreiheit, Innenraumlufthygiene, die Nutzbarkeit technischer Anlagen und die Langlebigkeit der Baukonstruktion.
- —Jede Wohneinheit verfügt über einen eigenen Außenbereich, entweder als Terrasse mit Gartenzugang im Erdgeschoss oder als Balkon in den Obergeschossen.
- —Die architektonische Gestaltung sieht vor, dass Tageslicht von zwei Seiten in die Wohnungen fällt, um eine optimale Belichtung zu gewährleisten.
- —Das Projekt verdeutlicht, dass eine durchdachte Nachverdichtung innerstädtisch, energieeffizient und harmonisch in die Umgebung integriert umsetzbar ist.
Regionale Bedeutung und schnelle Genehmigungsprozesse
Holger Meyer, Geschäftsführender Gesellschafter und Architekt bei holger meyer architektur, betonte die Bedeutung von individuellen Außenbereichen für jede Wohnung und die bewusste Gestaltung der Grundrisse zur Maximierung des Tageslichteinfalls. Der stellvertretende Landrat Carsten Müller hob die Qualität der Planung hervor, die sich in zwei Jahren Vorlauf, einem durchdachten städtebaulichen Konzept und der klaren Struktur der sechs eigenständigen Baukörper widerspiegele. Er unterstrich, dass solch gut geplante Bauprojekte auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten umgesetzt werden könnten. Der Kreis Offenbach habe hierzu einen entscheidenden Beitrag geleistet, indem die Baugenehmigung innerhalb von 14 Tagen nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen erteilt wurde. Dies untermauert die Bedeutung effizienter Verwaltungsprozesse für die Realisierung von Bauvorhaben in der Region.




