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Düsseldorfer Privatimmobilienmarkt: Steigende Geldumsätze und angespannte Neubausituation

Im Jahr 2025 verzeichnete der Düsseldorfer Privatimmobilienmarkt einen Geldumsatz von circa 1,71 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem Dekadenmittel entspricht.

Düsseldorfer Privatimmobilienmarkt: Steigende Geldumsätze und angespannte Neubausituation

Analysen von Aengevelt Research zeigen für das Jahr 2025 einen Geldumsatz von rund 1,71 Milliarden Euro auf dem Düsseldorfer Markt für private Immobilien. Dieser Wert, der Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser umfasst, liegt etwa 16 Prozent über den Werten des Vorjahres (1,48 Milliarden Euro) und dem durchschnittlichen Dekadenmittel der Jahre 2015 bis 2024 (1,47 Milliarden Euro). Diese Entwicklung signalisiert eine fortgesetzte Aktivität im lokalen Immobiliensektor.

Besonders dynamisch zeigte sich das Segment der Eigentumswohnungen. Hier stieg das Transaktionsvolumen im Jahr 2025 um etwa 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, von circa 1,03 Milliarden Euro auf 1,03 Milliarden Euro, und übertraf damit das Dekadenmittel (1,05 Milliarden Euro) um 20 Prozent. Demgegenüber erreichte der Geldumsatz bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit rund 451 Millionen Euro das Niveau des Vorjahres (458 Millionen Euro) und lag zudem etwa 7 Prozent über dem Zehnjahresmittel von 422 Millionen Euro.

Bei den durchschnittlichen Kaufpreisen zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Während die Preise für Eigentumswohnungen leicht auf rund 388.000 Euro im Jahr 2025 anstiegen (Vorjahr: 379.000 Euro), gaben die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um circa 11 Prozent auf 866.000 Euro nach (Vorjahr: 974.000 Euro). Für das Jahr 2026 prognostiziert Aengevelt Research eine grundsätzlich anhaltende Nachfrage auf dem Privatimmobilienmarkt. Diese könnte jedoch durch externen Faktoren wie potenziell steigende Kreditzinsen, eine wieder anziehende Inflation sowie globale wirtschaftliche Entwicklungen und die damit verbundenen Unsicherheiten für Kaufinteressenten beeinflusst werden.

Rückläufiger Neubau verschärft Wohnungsdefizit

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum in Düsseldorf resultiert aus einem langjährigen Bevölkerungs- und Haushaltswachstum. Seit 2014 wuchs die Einwohnerzahl Düsseldorfs um über 30.000 Personen auf rund 635.000 Einwohner Ende 2025. Entsprechend erhöhte sich die Anzahl der Privathaushalte auf circa 356.850. Prognosen der Landesdatenbank NRW (IT NRW) deuten darauf hin, dass die Bevölkerungszahl bis 2040 die Marke von 700.000 Einwohnern überschreiten könnte. Dies würde einen Anstieg der privaten Haushalte, und somit der Wohnungsnachfrager, um bis zu 40.000 bedeuten.

Der hieraus abgeleitete Neubaubedarf, kombiniert mit einem aktuellen nominellen Wohnungsdefizit von rund 10.700 Wohnungen und einem jährlichen Mindesterhaltungsbedarf von etwa 0,5 Prozent des Gesamtwohnungsbestandes (circa 1.785 Wohneinheiten pro Jahr), ergibt einen Gesamtneubaubedarf von rund 5.500 Wohnungen, die bis 2030 jährlich in Düsseldorf realisiert werden müssten. Die tatsächlichen Fertigstellungen blieben jedoch deutlich darunter: Im Jahr 2024 wurden lediglich rund 1.800 Wohnungen fertiggestellt, und für 2025 werden Hochrechnungen zufolge nur noch etwa 1.750 Wohnungen erwartet. Auch die Baugenehmigungen sanken von 3.743 Neubau-Wohnungen im Jahr 2019 auf lediglich 2.047 Genehmigungen im Jahr 2025.

Diese Entwicklung führt zu einer weiteren Verknappung des Angebots und steigenden Wohnungsmieten. Laut Empirica sind die Angebotsmieten für Neubauwohnungen seit dem vierten Quartal 2017 von 11,20 Euro pro Quadratmeter um 58 Prozent auf 17,70 Euro pro Quadratmeter im vierten Quartal 2025 gestiegen, was allein gegenüber dem Vorjahr (15,60 Euro pro Quadratmeter) einen Anstieg von rund 13,5 Prozent bedeutet. Auch die Angebotsmieten über alle Baujahre hinweg erhöhten sich seit 2017 deutlich um 40 Prozent auf 13,60 Euro pro Quadratmeter. Ohne eine gezielte Angebotserweiterung, insbesondere in den preisgünstigeren Wohnungssegmenten, dürften sich diese Preistrends mittelfristig fortsetzen.

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