Auf dem Areal der früheren Röhrenseekaserne an der Leibnizstraße in Bayreuth erfolgte am Montag die symbolische Schlüsselübergabe für 129 neu errichtete Wohneinheiten. Das Projekt markiert die Fertigstellung des ersten BayernHeim-Vorhabens in Bayreuth, welches das Engagement für die Schaffung bezahlbaren und modernen Wohnraums im gesamten Freistaat unterstreicht. Die Entwicklung zielte darauf ab, dauerhaft preisstabiles Wohnen zu ermöglichen.
Bayerns Bauminister Christian Bernreiter betonte die Bedeutung dieses Abschlusses für die Wohnraumversorgung im Freistaat und verwies auf die Anstrengungen, den Wohnungsbau insgesamt zu forcieren. Die Wohnraumförderung des Landes diene als Stabilitätsanker für die Baubranche, ein Engagement, das fortgesetzt wird. Für den kommenden Doppelhaushalt 2026/27 sind hierfür 3,6 Milliarden Euro vorgesehen.
Objekt und Lage
Das BayernHeim-Projekt entstand auf einer zuvor ungenutzten innerstädtischen Fläche der ehemaligen Röhrenseekaserne. Die Lage bietet fußläufige Nähe zur Innenstadt und verfügt über eine direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch eine Bushaltestelle vor Ort. Auf einer Gesamtwohnfläche von 7.845 Quadratmetern wurde ein differenzierter Mix aus 129 Wohneinheiten realisiert. Diese umfassen Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, die sich an Singles, Paare und Familien richten.
Alle Wohnungen sind barrierefrei gestaltet und verfügen jeweils über einen Balkon oder eine Terrasse. Eine festgelegte Belegungsbindung von 55 Jahren ist implementiert, um langfristig niedrige Mietpreise zu sichern.
Realisierung und Förderung
Die Umsetzung des Bauvorhabens erfolgte in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum. Die Baugenehmigung wurde im März 2024 erteilt, und bereits im Mai 2026 konnten alle Wohnungen fertiggestellt werden. Die Gebäude wurden im KfW-55-Effizienzhaus-Standard errichtet. Die Energieversorgung wird durch eine Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem Mieterstrommodell gewährleistet.
Die Gesamtinvestition für das Projekt beläuft sich auf rund 41 Millionen Euro. Eine substanzielle Unterstützung erfolgte durch den Freistaat und den Bund in Höhe von etwa 31,4 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung. Kristina Frank, Geschäftsführerin der Baunova Bayern GmbH, hob die zügige Realisierung und das Zusammenwirken verlässlicher Partner hervor, um modernen, sozialen und innenstadtnahen Wohnraum zu schaffen.
- —Die Baunova Bayern GmbH, gegründet am 6. März 2025, vereint die BayernHeim GmbH, die Stadibau GmbH und die Siedlungswerk Nürnberg GmbH unter einem gemeinsamen Dach.
- —Diese Bündelung von Kompetenzen dient der strategischen Ausrichtung und der Nutzung von Synergien im staatlichen Wohnungsbau.
- —Derzeit verwaltet die Baunova Bayern GmbH mit ihren drei Tochtergesellschaften einen Bestand von rund 19.600 Wohnungen.
- —Zusätzlich befinden sich gegenwärtig rund 5.300 Wohnungen im Bau.




