Beim Teilverkauf geben Sie nur einen Teil Ihrer Münchner Immobilie ab, meist bis zu 50 Prozent, und erhalten diesen Anteil sofort ausgezahlt. Genutzt wird weiterhin die ganze Immobilie, abgesichert über ein Nießbrauchrecht an erster Rangstelle im Grundbuch. Für den verkauften Anteil zahlen Sie ein monatliches Nutzungsentgelt. Wir sagen Ihnen offen, wann sich das rechnet und wann nicht.
Eigentumswohnung in München, Verkehrswert 850.000 €. Verkauft werden 40 Prozent, also 340.000 €. Bei einem Nutzungsentgelt von 5 Prozent pro Jahr zahlen Sie dafür rund 1.417 € im Monat, über zehn Jahre etwa 170.000 €. Wird die Immobilie später für 900.000 € verkauft, fällt zusätzlich ein Durchführungsentgelt von rund 5,5 Prozent an, also etwa 49.500 €.
Zum Vergleich: Ein Nießbrauchverkauf derselben Wohnung bringt etwa 466.000 € ohne laufende Zahlung. Wer keine monatliche Belastung tragen möchte oder länger als zehn Jahre wohnen bleibt, fährt damit in vielen Fällen besser.
Unverbindliche Schätzung. Konditionen, Entgelte und Wertsicherungsklauseln unterscheiden sich je nach Anbieter, Lage und Zustand der Immobilie.
Wie funktioniert der Teilverkauf einer Immobilie in München?
Sie verkaufen einen Anteil Ihrer Immobilie, üblich sind 10 bis 50 Prozent, und erhalten dafür eine sofortige Auszahlung. Für den verkauften Anteil zahlen Sie ein monatliches Nutzungsentgelt. Ein Nießbrauchrecht an erster Rangstelle im Grundbuch sichert Ihnen die volle Nutzung der gesamten Immobilie.
Wie hoch ist das Nutzungsentgelt beim Teilverkauf?
Marktüblich sind derzeit rund 3 bis 6 Prozent pro Jahr auf den ausgezahlten Betrag. Bei 300.000 Euro Auszahlung und 5 Prozent sind das 1.250 Euro im Monat. Viele Verträge enthalten eine Wertsicherungsklausel, das Entgelt steigt dann mit der Inflation oder wird nach einigen Jahren neu festgelegt.
Was kostet der spätere Gesamtverkauf?
Beim Verkauf der ganzen Immobilie berechnen Teilkauf-Anbieter ein Durchführungsentgelt, oft rund 5,5 Prozent des Gesamterlöses. Häufig kommt eine Wertsicherungsgarantie hinzu: Der Anbieter bekommt für seinen Anteil einen Mindesterlös, das Risiko eines schwächeren Marktes tragen Sie oder Ihre Erben.
Lohnt sich der Teilverkauf in München?
München hat mit rund 10.450 Euro je Quadratmeter bei Eigentumswohnungen und 9.850 Euro bei Häusern (Stand 2024, Quelle: Immobilienmakler München Starnberg) sehr hohe Verkehrswerte, entsprechend hoch fällt die Auszahlung aus. Genau deshalb ist aber auch das Nutzungsentgelt hoch. Wir rechnen den Teilverkauf immer gegen Nießbrauch, Leibrente und klassischen Verkauf und zeigen, welche Variante über Ihre Restlaufzeit günstiger ist.
Was passiert mit den Erben?
Die Erben übernehmen den Miteigentumsanteil des Anbieters samt Rückkaufoption. Sie können den Anteil zurückkaufen oder die Immobilie gemeinsam verkaufen. Weil Durchführungsentgelt und Wertsicherung erst beim Gesamtverkauf greifen, sollte die Familie früh eingebunden werden.
Teilverkauf oder Nießbrauchverkauf, was ist sinnvoller?
Der Teilverkauf passt, wenn Sie nur einen Teilbetrag brauchen und die Wertsteigerung Ihres Restanteils behalten wollen. Der vollständige Verkauf mit Nießbrauch bringt mehr Kapital und kostet kein laufendes Entgelt. Wer keine monatliche Belastung tragen will, fährt mit Nießbrauch oder Leibrente in der Regel besser.